The West Coast
paulinnz | 15 März, 2009 07:24 | 217 Reads |
Hallo liebe Leser und auch 'nur-Bildchen-Angucker',
heute mach ichs mal kurz, weil ich jetzt schon 3 1/2 h im Internet surfe (warum muessen die Leute immer so lange Blogeintraege schreiben xD), ganz viele Bilder hochgeladen und beschriftet hab und jetzt nich mehr so richtig Lust auf Schreiben hab.
ich bin jetzt in Queenstown, nachdem Lars und ich in anderthalb Wochen Nelson Lakes, die Westkueste und Wanaka erkundet haben. Ich bin absolut begeistert! Trotz des ueberwiegend regnerischen Wetters gefiel es mir, denn die LAndschaft ist einfach nur atemberaubend!
Los gings letzten Samstag. Wir sind an die Nelson Lakes
gefahren, haben eine Nacht dort gepennt (zusammen mit aufdringlichen Sandflies), eine anderthalbstuendige Wanderung gemacht und sind am naechsten Tag die Westkueste bis Greymouth. Normalerweise kann man hier einiges erleben, wie zB Helirafting, Greenstone Carving etc, da das alles GELD kostet, haben wir davon kaum was gemacht und einfach nur die Landschaft und den Blick auf die Tasman Sea genossen.
Bei Punakaiki gabs die Pancake Rocks zu bewundern.
Allerdings muss ich sagen, dass ich mir davon mehr erwartet hatte, so schoen oder besonders spektakulaer waren die nich. Bin wohl aber einfach verwoehnt^^ Weiter gings zu den Gletschern. An sich jetzt nichts grossartig neues fuer mich, da ich ja auch schonmal auf nem Gletscher Ski gefahren bin. Wir haben dann 2 Naechte dort verbracht, weil das Wetter einfach mal nich mitgespielt hat. Lars wollte eine gefuerhte Gletschertour machen und ich aufgrund mehrfacher Empfehlung und um mal ein bisschen Abenteuer zu haben, eine 2 taegige Wanderung -> erster Teil des Copland Tracks.
-> 17Km, 400m Hoehenunterschied, viele kleine Baeche, 2 groessere Fluesse, matschiger Regenwaldboden, viel zu viel Zeit zum Nachdenken (man wird leicht wirr im Kopf! ... Selbstgespraeche und dergleichen).
Mittwoch gings dann los, hatte im Infocentre einen Kanadier kennengelernt der den Track auch gerne machen wollte und mich dann dorthin mitgenommen hat. Der Track geht naemlich etwa 30 Km suedlich von den Gletschern los.
Bin die meiste Zeit alleine unterwegs gewesen, wobei ich bei meinem unglaublichen Tempo fast alle ueberholt hab, die teilweise ne Stunde eher los sind als ich^^ (So fuehlten sich dann meine Beine auch an...) Dennoch hab ich mir immer wieder genug Zeit genommen die unglaublich schoene, unberuehrte Natur zu geniessen. Es war einfach genial! Das ist eigentlich alles gar nicht so richtig in Worte zu fassen.
Das Beste an der ganzen Sache war, dass an der DoC (Department of Conservation) - Welcome Flat Hut (vergleichbar mit der aufm Geisingberg) Hot Pools waren. Mit Blick auf die angrenzenden, schneebedeckten Berge. Soooooo geil!!! Der 6h Walk hat sich definitiv gelohnt und ich ueberlege da nochmal hinzugehen... Ich war dann ueberrascht, dass ich die Nacht durchgeschlafen hab. Denn ich war in nem Schlafsaal mit allen 26 Leuten drin, die den Track auch gemacht haben^^
Guckt euch am Besten mal den Link zu den Hot Pools an, da steht alles wissenswerte drueber und man sieht wie abgelegen von jeglicher Zivilisation das ist
Den naechsten Tag gings dann denselben Weg wieder zurueck und ich wollt mich dann mit Lars in der naechsten groesseren Stadt treffen (Haast, 300 Einwohner). Ich wollt da hin trampen oder mich von Mitlaeufern mitnehmen lassen. Jedoch gerade als ich ueber den anfangs bzw end fluss gekommen bin und nach vorne gucke, seh ich LARS!! Der ist gerade von Norden gekommen und wollt sich nur mal schnell den Anfang vom Track anschauen, waer in ner Minute wieder weg gewesen und zu unserm Treffpunkt gefahren. Das war soooo mega lustig und zufaellig, einfach unglaublich!! Denn Handyempfang gibts da nich zum Absprechen usw, also das war echt ein krasser Zufall...
Dann konnte die Reise also ohne Unterbrechung weitergehen. Haben dann 2 Tage in Wanaka und Umgebung bei schoenstem Wetter entspannt und geangelt^^ siehe Bilder
Joa, und dann gings nach Queenstown wo ich jetzt grad sitze und keinen Bock mehr auf Blogschreiben hab...
Die Berge sind ganz schoen, von der Party hier haett ich mehr erwartet (alle haben gesagt, dass QT die mega Partystadt waer. an welli kommts nich ran!) und aufgrund eines abgemagerten Bankkontos lass ich auch die ganzen Extremaktivitaeten hier bleiben (Bungyjump, Skydiven, Raften, Swingen, Paragliden und was es nich sonst noch alles gibt).
Morgen kommt ein weiteres Highlight, die beiden Fjordlandschaften im Sueden der Insel: Milford und Doubtful Sound. Wir werden wohl eher Doubtful Sound machen, da weniger touristisch ueberlaufen. Wie es danach weitergeht steht wie immer in den Sternen.
Viele Gruesse und viel Spass mit den Bildern, hoffe ihr seid nich allzu neidisch
Awesome Abel Tasman!!
paulinnz | 05 März, 2009 01:06 | 123 Reads |
Freitag 16Uhr hatte die Qual des Arbeitens erstmal ein Ende. Lars
und ich haben gekuendigt, um mit unserem hart verdienten Geld endlich
wieder zu reisen.
Samstag ging es dann bei stroemenden Regen Richtung Nelson (siehe
rechts: Karte). Dort angekommen ging die Suche nach einem Hostel los.
Leider ist Nelson und Umgebung so schoen, dass trotz Sch***wetter alles
ausgebucht war. Haben wir dann also kurzerhand im Auto gepennt und fuer
Sonntag schonmal ein Hostel klar gemacht. Montag gings dann mit frisch
gekauftem Zelt (so gut wie neu, von ner anderen Backpackerin fuer 60$ ~ 25Euro
erworben, haette im Laden 140$ gekostet) zum Abel Tasman. Wir haben uns entschieden zwei Tage Kayak zu
fahren und den letzten Tag zu wandern, um dann vom Wassertaxi wieder
nach Marahau, dem Startpunkt unseres Trips gebracht zu werden. Das
Wetter war jeden Tag richtig gut, um die 25Grad und Sonnenschein. So
liess sich das Kayaken locker aushalten.
Gleich nach Start sind
wir erstmal gegen den Touristenstrom gefahren um
den 'Split Apple' zu bewundern. Mussten wir uns natuerlich direkt erstmal in die Mitte von
dem Ding stellen
Dann ging es bei ruhiger See wieder Richtung Norden, Pause an einem der vielen, herrlichen Sandstraende. Weiter gings zu Pinnacle Islands, wo eine kleine Seerobbenkolonie zu bewundern ist. Kurz darauf waren wir dann auch schon an unserem Nachtquartier angelangt, megalanger Strand und ein Campingplatz wo in der Hochsaison bis zu 100 Leute pennen koennen. Bei uns waren es nur etwa 40-50.
Bei ca 20 Grad Wassertemperatur laesst es sich auch wunderbar baden! Eig wollten wir dann am
Dienstag schon so gegen 9Uhr wieder aufbrechen, da wir unsere Isomatten aus Platzmangel aber bei Lars im Auto lassen mussten und der harte Campingplatzboden so bequem war haben wir verschlafen und waren erst so 11 Uhr wieder mit Kayak am Start. Die See war um einiges rauer als am Tag zuvor, wodurch es nochmal ein bisschen mehr Spass gemacht hat, in die Wellen reinzupaddeln, mit der Spitze abzuheben und dann wieder schoen ins Wasser platschen. Wir waren dann schon fast an unserer final destination fuer diesen Tag angelangt, haben jedoch gluecklicherweise noch einen Abstecher zu Tonga Island gemacht, wo es nochmal eine grosse Seerobbenkolonie gibt. Als Belohnung fuer unser Durchhaltevermoegen haben wir dann auch noch eine kleine Bucht gefunden, wo wir ganz nah an die coolen Viecher ran konnten. In dieser Bucht haben wir dann erstmal ne halbe Stunde entspannt und alles genossen. Die Sonne, die Seerobben, die teilweise ne Show abgeliefert haben (nur fuer uns!) und das Schaukeln des Kayaks in den seichten Wellen. Einfach traumhaft!
Auch wenn man hier viele Deutsche trifft ist es natuerlich in keinsterweise mit Mallorca o.ä. zu vergleichen, denn hier sind dann im Prinzip auch wieder so wenig Leute, dass man einfach Ruhe hat und genug Abstand zu allen um die Zeit in der fast unberuehrten Natur zu geniessen!
So kam es dann auch, dass wir am naechsten Tag mit 6 Deutschen und einer Hollaenderin, mit denen wir die Nacht vom Dienstag zum Mittwoch auf dem selben camp ground verbracht haben, den letzten Teil unseres Trips gewandert sind. Wir mussten schon gegen 8 Uhr aufbrechen um 2 Stellen vor der Flut (high tide) zu ueberqueren. Auf dem Weg nach Totaranui, dem Strand, wo wir vom Wassertaxi abgeholt wurden, sind wir noch an vielen extrem geilen Straenden vorbei gelaufen. Die Fahrt mit dem Wassertaxi war auch nochmal ein Knaller, weil das Ding mit gefuehlten 100 ueber die Wellen gebrettert ist
Der einzige negative Aspekt sind die vielen Sandflystiche, die ewig lange noch jucken!
Im Moment sind Lars und ich noch in Nelson, um unsere Reise weiter zu planen. Samstag gehts hoffentlich weiter!
Beste Gruesse
Euer Paul
Alle hochgeladenen Bilder gibt es hier: Abel Tasman Die restlichen gibts wenn ich wieder da bin
Gute Neuigkeiten!
paulinnz | 19 Februar, 2009 08:44 | 187 Reads |
Das Bier in Blenheim ist guenstiger als das in Wellington
Hehe. So, nun zu den interessanteren Dingen für euch. Der Wein ist jetzt zum Teil schon ein bisschen reif, sodass man auch ab und zu mal Naschen kann. Übrigens heißt mein Arbeitgeber Montana und ist Neuseelands größter Weinproduzent. Also denk ich mal wird sicherlich auch die eine oder andere Flasche Rot- oder auch Weißwein bei euch in den deutschen Läden rumstehen. Dadurch dass es so ein großer Betrieb ist, wird einem auch nicht so streng auf die Finger geguckt und es ist eigentlich egal ob man schnell arbeitet oder einfach die Zeit durch andere (entspanntere) Dinge, wie z.B. alte Zweige in hunderte Teile zu zerschnippeln, verbringt.
Außerdem arbeite ich immer mit Lars an einer Reihe, was die Sache noch mal um einiges besser und lustiger macht.
Ein bisschen arbeite ich dann aber doch und so hatte ich dann letzte Woche Montag auch mal leichte Rückenprobleme, die zum Glück mittlerweile wieder verschwunden sind.
Zurück zum Bier: Da man ja in der Woche ziemlich platt vom arbeiten ist, wird am Wochenende um so mehr gefeiert. Dafür gibt’s hier am Hostel eine Art Garage, nennt sich ´The Shed´. Ist eigentlich immer ganz lustig, bis man dann in die Stadt geht um zum wiederholten Male festzustellen, dass das Blenheimer Nachtleben (im Vergleich zu Wellington) ein riesengroßer Witz ist. Der DJ vom letzen Samstag war ca 50 Jahre alt, Glatze und Oberlippenbart (wunderbar bekloppter Anblick) und hat Musik gespielt die sich im Radio zwar ganz gut macht, aber zum Tanzen einfach nicht passt. Lars hat ihn spontan ‚DJ Klausi’ genannt. So ne Art typischer deutscher Dorfdisko Heini…
Seit etwa einer Woche bin ich jetzt mit Sanna (21, Finnin), Narne (seit heute 20, Deutsche) und Lars in einem 4er Zimmer. Ist um einiges besser als im 10er Dorm, zumal wir uns alle super verstehen und auf demselben Weinberg arbeiten.
Lars und ich planen zurzeit wie es weitergeht. Wir werden wohl noch diese und nächste Woche arbeiten, danach ein bisschen Urlaub machen (auf jeden Fall Abel Tasman National Park) und im Anschluss Wwoofen. (Wwoof = Willing workers on organic farms) Das bedeutet, dass man etwa 4h am Tag arbeitet, kein Geld, sondern Unterkunft und Verpflegung bekommt. Spart man zum einen natürlich Geld und zum anderen lernt man ‚the real life’ kennen. (Naja, hoffentlich^^)
Letzten Dienstag bin ich kurz von Arbeit verschwunden (Lars hat mir seinen unglaublichen Hulk geliehen) und bin zum Busbahnhof von Blenheim gedüst, um Jan und Claudia auf der Durchreise wenigstens kurz zu sehen. Sie waren etwa 50 Minuten da, die wir genutzt haben um ein paar Erlebnisse auszutauschen. Ich hab mich über ein paar Sachen von zu Hause freuen können! Unter anderem Rei in der Tube, einen aktuellen Spiegel, mein Handyheadset (endlich während der Arbeit telefonieren!!) und noch ein paar andere Nettigkeiten. Danke an meine Eltern und Großeltern und natürlich an Jan und Claudia, dass sie mal vorbeigeschaut haben
Hab soeben ein paar neue Fotos hochgeladen: Blenheim und Umgebung
Jetzt seid ihr auf dem aktuellsten Stand! Was geht bei euch so!?
Beste Gruesse aus dem Land in dem der Sommer ist :P
Euer Paule
Der Weinberg
paulinnz | 04 Februar, 2009 05:42 | 234 Reads |
Heute habe ich meinen ersten Pay-slip bekommen. (= Gehaltsabrechnung) Gibts woechentlich, sieht ganz gut aus mit Geld sparen. Muss mich halt mal mit dem Essen ein wenig zurueckhalten... Zumal ich (wenn die Waage mich nicht anluegt) ganze 6Kg zugelegt hab.
Hab mich mittlerweile ganz gut eingelebt und -gearbeitet. Macht teilweise sogar Spass. Uebrigens besteht meine Arbeit nicht darin die reifen Trauben zu pfluecken, sondern 'ueberfluessige' abzuschneiden, damit die die uebrig sind, besser reifen koennen -> hochqualitativer Wein^^ Und daraus resultierend kann ich mich auch keine Kosten sparen indem ich mich auf dem Weinberg vollesse, betrinke oder aehnliches... xD
Samstag haben wir einen Hostel Ausflug gemacht. Mit etwa 20 Leuten haben wir uns in Picton ein Schnellboot geliehen, sind zu einem Privatstrand im Queen Charlotte Sound und haben dort den Tag verbracht. Klarer Himmel mit 32 Grad. Einfach geil!
Best photo ever!!
Irgendwann naechste Woche kommen Jan und Claudia mal nach Blenheim, nachdem sie heute in Auckland gelandet sind. Endlich Besuch!
Freu mich schon drauf mal wieder jemanden aus der Heimat zu sehen.
Noch was zu den Weinbergen: Die sind keine Weinberge sonder mehr Weinfelder, da im ziemlich im Tal platziert und groesstenteils flach
also eher kein vergleich zu Radebeul^^
Mir gehts also ganz gut und ich werd hier siche noch so lange bleiben wie ich Arbeit hab, bzw bis ich woanders was besseres gefunden hab
Viele Gruesse in die Heimat und in den Rest der Welt
Tschuess Wellington, Hallo Arbeit
paulinnz | 28 Januar, 2009 09:39 | 272 Reads |
Endlich ist es soweit, ich hab nen Job! Sonntag bin ich mit der Faehre auf die Suedinsel gesegelt und im Anschluss gleich nach Blenheim weitergefahren. Dort sind Lars und Angi, beide im selben Hostel. Hier nochmal offiziell Danke an Lars, der mir den Job besorgt hat, sodass ich dann gleich am Montag mit der wohl niedrigsten aller Arbeiten auf einem Weinberg anfangen konnte.
Die Arbeit besteht darin dass man einige Reben die so an einem Ast haengen zu entfernen. Da das ganze etwa in Oberschenkelhoehe stattfindet muss man sich buecken. Das nervt, aber ich krieg Geld, das Hostel ist ziemlich guenstig und die Leute hier sind alle ganz cool. Allerdings sind hier im Hostel ca 90% Deutsche.
Soweit erstmal...
Viele Gruesse, euer Paul



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