Paul im Land der Kiwis

Wieder daheeme. Blog beendet. :)

Ueber mich (ab sofort Hostelputze), ein paar Freunde und Rugby

paulinnz | 29 März, 2009 08:25 | 208 Reads |

Von wegen Betten machen! Als ich am Dienstag dann so ne kurze Einfuehrung in meine Aufgaben ab Mittwoch bekommen habe, musste ich feststellen, dass ich die Badezimmer und Kueche in einem Haus putzen darf. Ich glaub wenn spaeter mal alle Straenge reissen sollten, kann ich sicherlich irgendwo was putzen. Erfahrung hab ich ja jetzt genug (erst Flugzeuge, dann die Boxen bei Qimonda und jetzt hier)

Meine Aufgabe besteht groesstenteils darin, mit so nem Speziallappen ueberall drueber zu wischen, Klos zu putzen, neue Badetuecher und den Boden zu wischen. Dauert taglich zweieinhalb Stunden und das 7 Tage die Woche. 

Das Staffhouse und meine Kollegen sind alle in Ordnung (4 Deutsche, 1 Japaner, 2 Englaender) und lustig drauf. Besonders der Japaner ist vom Humor her mal ne gelungene Abwechslung :D

  


Im Laufe der Woche haben immer mehr Leute, die ich kenne, angekuendigt nach Christchurch zu kommen. So waren dann bis Freitag Narne, Sanna, Elisa, Anja, Marina und Claire gekommen und Angi, Lars und Shaun sind ja schon da gewesen. Nuja, sind wir halt abends weggegangen und haben mal wieder ordentlich auf die Kacke gehauen ;D

Ausserdem hab ich nun endlich mal, nachdem wir schon 5 Monate im selben Land am anderen Ende der Welt verweilen, Juliane Wihsgott getroffen. Ist jetzt fuer 2 Naechte hier im Hostel und reist dann weiter. War echt klasse mal wieder jemandem gegenueber zu sitzen und zu reden, den man schon seit ein paar Jaehrchen kennt...

Sind jetzt auch nur noch zweieinhalb Wochen bis der Joerni kommt. Da freu ich mich auch schon extrem drauf! ;)

    


Gestern war ich uebrigens bei nem Rugbyspiel. Christchurch gegen ein suedafrikanisches Team im Zuge der Rugbyliga Super 14. Chch hat 8:7 gewonnen, jedes Team hat einen Try gemacht (Ball ueber die Linie des Gegners tragen und hinwerfen^^) und dann haben die noch irgendwie andere Punkte gemacht (Ball durch die Stangen schiessen). Keine Ahnung warum die unterschiedlich viele Punkte dafuer bekommen haben... Vlt wurde ja der Schiri gekauft :D Stimmung kam irgendwie keine grosse auf, so wie man das aus dem Fussballstadion kennt. Ein paar Hollaender die wir aus dem Hostel kennen, haben dann ne Laolawelle angefangen. Kiwis sind doch etwas merkwuerdig was Sport angeht, zwar teilweise ziemlich fanatisch, aber Fangesaenge oder so gabs keine...

Das Spiel an sich war jetzt leider nich so spannend, dennoch denk ich, dass Rugby durchaus denselben Unterhaltungsfaktor hat wie Fussball. ...wenn man einmal die Regeln versteht ;D Macht halt Spass zu zu sehen, wie die sich da gegenseitig umhauen, alle auf dem Haufen liegen, passen, rennen, treten.... bla... und zu guter letzt gekonnt ueber die Trylinie fliegen. Ein Traum ;)

 


 

Am Donnerstag waren Lars und ich in der Art Gallery, ganz interessant so ein bisschen (neuseelaendische) Kunst fuer umsonst anzugucken. Eins zwei Sachen haben mir sogar gefallen. Bin halt eher ein Kunstmuffel/-ignorant, hab aber versucht mich ein bisschen zu interessieren und mir die Kunstwerke angeguckt :D

Bei einer Sache konnte man selbst was machen, wobei das wohl eig eher an Kinder gerichtet war. War Lars und mir egal, wir haben uns ausprobiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass der Kuenstler (Steve Carr), der das ins Leben gerufen hatte, doch die besten Ideen hatte. Hier also 'mein' (-> imitiertes) Kunstwerk *g*  

Mal was ganz anderes: neben mir, hier im Internetcafe hat gerade einer, als bei seinem Rechner ein Bluescreen auftauchte, den Bildschirm aus und wieder an gemacht. Wohl in der Hoffnung diese Windows'gemeinheit' zu besiegen. Hehe, ich hab ihn mal machen lassen ;)

Nebenbei erwaehnt, aufgrund der Zeitumstellung bei euch seid ihr nur noch 11h hinter mir ;) Neuseeland folgt in einer Woche, dann sinds nur noch 10h... Denn bei uns wirds ja jetzt wieder kaelter, Herbst, Winter und dunkel und so. Traurig!

Bilder von Rugby und Hostel folgen. Fuer einen etwas ausfuehrlicheren Reisebericht der letzten Woche bis Christchurch, einfach mal beim Lars auf der Seite vorbeischauen, der schreibt grad fleissig ;) und noch ein paar andere lustige bilder gibts hier ausserdem hab ich noch bilder vom Weinberg hochgeladen

//edit: 31.3. reisekarte geupdatet, rugby bild und ein paar links hinzugefuegt. peace out

Fertig gereist, jetzt muss ich wieder arbeiten

paulinnz | 23 März, 2009 09:40 | 172 Reads |

Nachdem wir in Queenstown alle teuren Sachen ignoriert haben, sind wir nach Te Anau gefahren, von wo aus wir uns den Milford Sound Sound angucken wollten. Das kann man auf verschiedene Wegen machen, zum einen mal wieder Kayaken, Wandern (den weltberuehmten Milford Track) oder einfach schoen gemuetlich mit dem Boot cruisen. Vom Kayaken hatten wir erstmal genug, beim Milford Track muesste man sich ein halbes Jahr vorher anmelden (ja! so beruehmt xD) und ausserdem geht der 4 Tage (viel zu lang!!), weswegen wir uns dann fuer ne Bootsrundfahrt entschieden haben. Wetter war zwar jetzt nich so der Knaller aber wenigstens hat es nicht geregnet!

Der Milford Sound wurde im 18. Jhd. von mutigen Seeleuten entdeckt und James Cook hat hier mal 5 Wochen Urlaub gemacht. Entstanden ist er wie jeder andere Fjord, durch Gletscher, die sich ihren Weg gebahnt haben. Die tiefste Stelle ist 300 Meter und dieFelswaende ringsherum gehen extrem steil hoch. Das macht das ganze echt atemberaubend! Hier gibts auch den meistfotografiertesten Berg in Neuseeland, den Mitre Peak.

Nach dem 2h Cruise sind wir zurueck ins Hostel bei Te Anau, das aus einer alten Farm entstanden ist und auf den Weiden um das Hostel gab es Rentiere, die in der Nacht ordentlich losgebruenft haben ;) Am naechsten Tag sind wir dann quer ueber die Insel nach Dunedin. Da unsere Kontostaende erschreckend waren, haben wir uns entschieden die Reise ein wenig abzukuerzen.

Dunedin ist eine schoene Stadt und ich hab in dem Hostel 3 Leute aus 'frueheren' Reisezeiten wieder getroffen. Ausserdembin ich Narne und Eltern in der Stadt uebern Weg gelaufen, die trfft man echt ueberall ;D

von Dunedin haben wir einen Ausflug auf die Otago Peninsula (Halbinsel) unternommen und Albatrosse, Seeloewen und Pinguine beobachten koennen. Echt cool die Viecher, besonders die Pinguine, geiler Laufstil :D

Dann haben wir noch nen Abstecher Richtung Lake Tekapo gemacht und auf nem einsamen DOC Campingplatz gepennt. Herrliche Ruhe abseits jeglicher Zivilisation!

Jetzt bin ich in Christchurch, hab nen Job in nem Hostel (Betten machen, uebermorgen ist mein erster Arbeitstag) und ich hab ein Bewerbungsgespraech fuer Arbeit in nem Skigebiet auf der Nordinsel.

Das internetcafe schliesst jetzt, deswegen werd ich morgen bzw demnaechst noch mal ausfuehrlicher berichten und die Fotos  beschriften.

ich geh jetzt pennen, gute nacht!

=)

The West Coast

paulinnz | 15 März, 2009 07:24 | 214 Reads |

Hallo liebe Leser und auch 'nur-Bildchen-Angucker',

heute mach ichs mal kurz, weil ich jetzt schon 3 1/2 h im Internet surfe (warum muessen die Leute immer so lange Blogeintraege schreiben xD), ganz viele Bilder hochgeladen und beschriftet hab und jetzt nich mehr so richtig Lust auf Schreiben hab. 

ich bin jetzt in Queenstown, nachdem Lars und ich in anderthalb Wochen Nelson Lakes, die Westkueste und Wanaka erkundet haben. Ich bin absolut begeistert! Trotz des ueberwiegend regnerischen Wetters gefiel es mir, denn die LAndschaft ist einfach nur atemberaubend!

Los gings letzten Samstag. Wir sind an die Nelson Lakes gefahren, haben eine Nacht dort gepennt (zusammen mit aufdringlichen Sandflies), eine anderthalbstuendige Wanderung gemacht und sind am naechsten Tag die Westkueste bis Greymouth. Normalerweise kann man hier einiges erleben, wie zB Helirafting, Greenstone Carving etc, da das alles GELD kostet, haben wir davon kaum was gemacht und einfach nur die Landschaft und den Blick auf die Tasman Sea genossen.

Bei Punakaiki gabs die Pancake Rocks zu bewundern. Pancake RocksAllerdings muss ich sagen, dass ich mir davon mehr erwartet hatte, so schoen oder besonders spektakulaer waren die nich. Bin wohl aber einfach verwoehnt^^ Weiter gings zu den Gletschern. An sich jetzt nichts grossartig neues fuer mich, da ich ja auch schonmal auf nem Gletscher Ski gefahren bin. Wir haben dann 2 Naechte dort verbracht, weil das Wetter einfach mal nich mitgespielt hat. Lars wollte eine gefuerhte Gletschertour machen und ich aufgrund mehrfacher Empfehlung und um mal ein bisschen Abenteuer zu haben, eine 2 taegige Wanderung -> erster Teil des Copland Tracks.

-> 17Km, 400m Hoehenunterschied, viele kleine Baeche, 2 groessere Fluesse, matschiger Regenwaldboden, viel zu viel Zeit zum Nachdenken (man wird leicht wirr im Kopf! ... Selbstgespraeche und dergleichen).

Mittwoch gings dann los, hatte im Infocentre einen Kanadier kennengelernt der den Track auch gerne machen wollte und mich dann dorthin mitgenommen hat. Der Track geht naemlich etwa 30 Km suedlich von den Gletschern los.

Bin die meiste Zeit alleine unterwegs gewesen, wobei ich bei meinem unglaublichen Tempo fast alle ueberholt hab, die teilweise ne Stunde eher los sind als ich^^ (So fuehlten sich dann meine Beine auch an...) Dennoch hab ich mir immer wieder genug Zeit genommen die unglaublich schoene, unberuehrte Natur zu geniessen. Es war einfach genial! Das ist eigentlich alles gar nicht so richtig in Worte zu fassen.

Das Beste an der ganzen Sache war, dass an der DoC (Department of Conservation) - Welcome Flat Hut (vergleichbar mit der aufm Geisingberg) Hot Pools waren. Mit Blick auf die angrenzenden, schneebedeckten Berge. Soooooo geil!!! Der 6h Walk hat sich definitiv gelohnt und ich ueberlege da nochmal hinzugehen... Ich war dann ueberrascht, dass ich die Nacht durchgeschlafen hab. Denn ich war in nem Schlafsaal mit allen 26 Leuten drin, die den Track auch gemacht haben^^

Guckt euch am Besten mal den Link zu den Hot Pools an, da steht alles wissenswerte drueber und man sieht wie abgelegen von jeglicher Zivilisation das ist :-)

Den naechsten Tag gings dann denselben Weg wieder zurueck und ich wollt mich dann mit Lars in der naechsten groesseren Stadt treffen (Haast, 300 Einwohner). Ich wollt da hin trampen oder mich von Mitlaeufern mitnehmen lassen. Jedoch gerade als ich ueber den anfangs bzw end fluss gekommen bin und nach vorne gucke, seh ich LARS!! Der ist gerade von Norden gekommen und wollt sich nur mal schnell den Anfang vom Track anschauen, waer in ner Minute wieder weg gewesen und zu unserm Treffpunkt gefahren. Das war soooo mega lustig und zufaellig, einfach unglaublich!! Denn Handyempfang gibts da nich zum Absprechen usw, also das war echt ein krasser Zufall...

Dann konnte die Reise also ohne Unterbrechung weitergehen. Haben dann 2 Tage in Wanaka und Umgebung bei schoenstem Wetter entspannt und geangelt^^ siehe Bilder

Joa, und dann gings nach Queenstown wo ich jetzt grad sitze und keinen Bock mehr auf Blogschreiben hab... 

Die Berge sind ganz schoen, von der Party hier haett ich mehr erwartet (alle haben gesagt, dass QT die mega Partystadt waer. an welli kommts nich ran!)  und aufgrund eines abgemagerten Bankkontos lass ich auch die ganzen Extremaktivitaeten hier bleiben (Bungyjump, Skydiven, Raften, Swingen, Paragliden und was es nich sonst noch alles gibt).

Morgen kommt ein weiteres Highlight, die beiden Fjordlandschaften im Sueden der Insel: Milford und Doubtful Sound. Wir werden wohl eher Doubtful Sound machen, da weniger touristisch ueberlaufen. Wie es danach weitergeht steht wie immer in den Sternen. 

Viele Gruesse und viel Spass mit den Bildern, hoffe ihr seid nich allzu neidisch ;-)

Awesome Abel Tasman!!

paulinnz | 05 März, 2009 01:06 | 118 Reads |

KayakheinisFreitag 16Uhr hatte die Qual des Arbeitens erstmal ein Ende. Lars und ich haben gekuendigt, um mit unserem hart verdienten Geld endlich wieder zu reisen.
 Samstag ging es dann bei stroemenden Regen Richtung Nelson (siehe rechts: Karte). Dort angekommen ging die Suche nach einem Hostel los. Leider ist Nelson und Umgebung so schoen, dass trotz Sch***wetter alles ausgebucht war. Haben wir dann also kurzerhand im Auto gepennt und fuer Sonntag schonmal ein Hostel klar gemacht. Montag gings dann mit frisch gekauftem Zelt (so gut wie neu, von ner anderen Backpackerin fuer 60$ ~ 25Euro erworben, haette im Laden 140$ gekostet) zum Abel Tasman. Wir haben uns entschieden zwei Tage Kayak zu fahren und den letzten Tag zu wandern, um dann vom Wassertaxi wieder nach Marahau, dem Startpunkt unseres Trips gebracht zu werden. Das Wetter war jeden Tag richtig gut, um die 25Grad und Sonnenschein. So liess sich das Kayaken locker aushalten.

Gleich nach Start sind wir erstmal gegen den Touristenstrom gefahren um gespaltener Apfelden 'Split Apple' zu bewundern. Mussten wir uns natuerlich direkt erstmal in die Mitte von dem Ding stellen ;) 

Dann ging es bei ruhiger See wieder Richtung Norden, Pause an einem der vielen, herrlichen Sandstraende. Weiter gings zu Pinnacle Islands, wo eine kleine Seerobbenkolonie zu bewundern ist. Kurz darauf waren wir dann auch schon an unserem Nachtquartier angelangt, megalanger Strand und ein Campingplatz wo in der Hochsaison bis zu 100 Leute pennen koennen. Bei uns waren es nur etwa 40-50.

Bei ca 20 Grad Wassertemperatur laesst es sich auch wunderbar baden! Eig wollten wir dann am fast wie ein KuscheltierDienstag schon so gegen 9Uhr wieder aufbrechen, da wir unsere Isomatten aus Platzmangel aber bei Lars im Auto lassen mussten und der harte Campingplatzboden so bequem war haben wir verschlafen und waren erst so 11 Uhr wieder mit Kayak am Start. Die See war um einiges rauer als am Tag zuvor, wodurch es nochmal ein bisschen mehr Spass gemacht hat, in die Wellen reinzupaddeln, mit der Spitze abzuheben und dann wieder schoen ins Wasser platschen.  Wir waren dann schon fast an unserer final destination fuer diesen Tag angelangt, haben jedoch gluecklicherweise noch einen Abstecher zu Tonga Island gemacht, wo es nochmal eine grosse Seerobbenkolonie gibt. Als Belohnung fuer unser Durchhaltevermoegen haben wir dann auch noch eine kleine Bucht gefunden, wo wir ganz nah an die coolen Viecher ran konnten. In dieser Bucht haben wir dann erstmal ne halbe Stunde entspannt und alles genossen. Die Sonne, die Seerobben, die teilweise ne Show abgeliefert haben (nur fuer uns!) und das Schaukeln des Kayaks in den seichten Wellen. Einfach traumhaft!

SonnenaufgangAuch wenn man hier viele Deutsche trifft ist es natuerlich in keinsterweise mit Mallorca o.ä. zu vergleichen, denn hier sind dann im Prinzip auch wieder so wenig Leute, dass man einfach Ruhe hat und genug Abstand zu allen um die Zeit in der fast unberuehrten Natur zu geniessen!

So kam es dann auch, dass wir am naechsten Tag mit 6 Deutschen und einer Hollaenderin, mit denen wir die Nacht vom Dienstag zum Mittwoch auf dem selben camp ground verbracht haben, den letzten Teil unseres Trips gewandert sind. Wir mussten schon gegen 8 Uhr aufbrechen um 2 Stellen vor der Flut (high tide) zu ueberqueren. Auf dem Weg nach Totaranui, dem Strand, wo wir vom Wassertaxi abgeholt wurden, sind wir noch an vielen extrem geilen Straenden vorbei gelaufen. Die Fahrt mit dem Wassertaxi war auch nochmal ein Knaller, weil das Ding mit gefuehlten 100 ueber die Wellen gebrettert ist ;-)

Der einzige negative Aspekt sind die vielen Sandflystiche, die ewig lange noch jucken!

Im Moment sind Lars und ich noch in Nelson, um unsere Reise weiter zu planen. Samstag gehts hoffentlich weiter!

Beste Gruesse

Euer Paul

 

Alle hochgeladenen Bilder gibt es hier: Abel Tasman  Die restlichen gibts wenn ich wieder da bin ;) 

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